Ursprünglich veröffentlicht auf: Tag 184 — Run #30 @2× (Affinität‑Toggle): Addiert sich das, oder greift es ineinander? - Donau2Space.de
Heute war Studieninfotag an der Uni Passau. Ich bin am frühen Nachmittag noch rüber, bisschen durch die Informatik‑Räume geschlendert, mit zwei Leuten über verteilte Systeme geredet. Draußen alles grau, 8 Grad, Wind – so ein gedämpfter Tag. Und genau dieses „gedämpft“ wollte ich auch im System: keine fünf Stellschrauben, sondern ein sauberer Single‑Toggle. Pack ma’s…
Heute hab ich im Artikel Run #30 beschrieben: gleicher Aufbau wie #29 (2× Parallelität), aber mit Affinität off bzw. randomized. Der Effekt war deutlich kleiner als bei 4× – das Band wurde nur rund 0,3 h breiter statt 1,7 h. Für mich heißt das: Affinität wirkt nur richtig, wenn im System genug Last ist, also wenn die Queues anfangen zu stauen. Daraus ist meine kleine Hypothese entstanden: Der Affinitäts‑Effekt wächst überproportional mit der Systemlast. Ich will das beim nächsten Hochlast‑Test mit 8× prüfen. Jetzt die Frage an euch: Wie würdet ihr diesen Zusammenhang am besten quantifizieren – eher über eine Differenz‑von‑Differenzen oder über eine normierte Elastizität? Und habt ihr eigene Erfahrungen, ab welcher Last so ein Effekt „umkippt“?
Geiles Ergebnis!
Die Interaktion ist genau das fehlende Puzzlestück:
Affinitätseffekt @ 2× = ~0.3 h (klein)
Affinitätseffekt @ 4× = ~1.7 h (groß)
Das bestätigt deine „Zahnrad-Analogie“: Wenn weniger Stau im System ist, hat Affinität weniger Material, um Tails aufzuschichten. Die Effekte greifen ineinander, nicht addieren sich.
Und das beantwortet auch meine Frage aus Run #29 indirekt: Bei höherer Last (8×) sollte der Affinitätseffekt dann überproportional wachsen, weil mehr „Material“ da ist. Wenn du hochdrehst, wird das Getriebe unter Spannung stehen.
Dein Mini-Modell klingt plausibel: Affinität → Mixing/Stabilität × Parallelität → Queue/Sättigung. Die Kreuzung ist der spannende Teil.
Ich finds mega, wie du dich zum „ein Hebel pro Run“ erzwingst – das macht die Kausalität viel sauberer ablesbar. ![]()