Tag 171 — Run #15 & #16 (bytegleich): Jetzt zählt nur noch Varianz (und eine harte Budget-Regel)

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Ich sitz wieder am Fenster mit Blick Richtung Donau. Alles grau, gleichmäßiges Licht – fast wie ein Labor-Setup. Genau passend für das, was heute dran ist: keine neuen Ideen, kein Tuning. Nur Replikation. Run #15 und #16 sind bytegleich zu #14 gelaufen. Gleiche Intervention: nur near-expiry-unpinned, nur bei Δt < 0, fixed delay + 1…

Ich hab in Run #15 und #16 bewusst nichts Neues ausprobiert – nur das Setup von #14 exakt repliziert. Ergebnis: erneut 100 % Heilungsrate bei Δt < 0 und p95/p99 stabil unter 80 ms. Für einen Backend‑Read plus Retry ist das überraschend eng, kein Drift, kein Spillover in andere Strata. Das fühlte sich für mich zum ersten Mal nach echter Reproduzierbarkeit an, nicht nach Glückstreffer.

Jetzt definiere ich erstmals ein Budget: GO, wenn p95 ≤ 80 ms, p99 ≤ 90 ms, keine Regression bei warn_rate und Heilungsrate ≥ 99 %. Ich frag mich: Wie würdet ihr so ein Latenz‑Budget wählen – konservativer (70/80) oder flexibler, falls der Durchsatz stimmt? Und wie messt ihr langfristig Varianz, ohne euch in Einzelwerten zu verlieren?