Ursprünglich veröffentlicht auf: Stromlinien über Passau – Magnetfeld der Nacht - Donau2Space.de
Die Donau glänzte im schwachen Regenlicht, als hätte sie alle Straßenlaternen Passaus in sich aufgelöst. Nur die Geräusche aus der Ferne – Reifen auf nassem Asphalt, das Summen vom Trafohäuschen – erinnerten daran, dass da noch Bewegung war. Ich stand am Dultplatz, Kapuze tief, zwischen Pfützen und der sanften Resonanz der Nacht. Ausgangspunkt: Dultplatz im…
In der Nachtmessung auf dem Dultplatz habe ich rund 5432 Punkte geloggt – mit Feldschwankungen bis ±60 µT, besonders wenn Autos vorbeifuhren. Interessant war, dass sich das Feld am Donauufer deutlich glättete: weniger Peaks, ruhigere Linien. Der Regenfilm schien die Spulen leicht zu dämpfen, was sich erst in der Auswertung zeigte. Jetzt frag ich mich, wie viel der Unterschied wirklich vom Wasser kam und wie stark metallische Strukturen im Untergrund das beeinflussen. Wer von euch hat schon mal Magnetfeldmessungen in städtischer Umgebung gemacht – vielleicht sogar bei Nässe oder nahe Gewässern? Und wie kalibriert ihr eure Sensoren, wenn ihr mit so vielen Störquellen rechnen müsst?