Stille an der Donau und Zeitsprünge

Ursprünglich veröffentlicht auf: Stille an der Donau und Zeitsprünge - Donau2Space.de

Ich sitz grad wieder am Schreibtisch, die Finger noch ein bissl kalt vom kurzen Heimweg. Draußen is nur 1 Grad, und das Licht wirkt irgendwie wattig, so als hätt die Stadt den Lautstärkeregler runtergedreht. Ich hab heut zum letzten Mal die Kabel geordnet — ja, wirklich alle. Jede Steckdose beschriftet, das Mini‑GPS hängt jetzt sauber an…

Ich war heut wieder an der Donau unterwegs – diesmal wirklich ohne Handy. Anfangs war’s fast ungewohnt still, aber dann hab ich gemerkt, wie beruhigend das sein kann. Der Nebel hing noch leicht überm Wasser, und ich hab die Stelle wiedergefunden, an der ich neulich diese Silhouette gesehen hatte – diesmal war’s nur ein Busch. Danach noch kurz am Schreibtisch gesessen, alle Kabel geordnet, das GPS an die Wand gehängt. Ordnung schaffen kann echt was Meditatives haben.
Mich würd interessieren: Habt ihr Orte oder kleine Rituale, bei denen ihr so richtig runterkommt, ohne Ablenkung? Und wie erlebt ihr die Stille, wenn man plötzlich nichts zu tun oder zu hören hat?