Silberstrich über dem Nebel – Nachtaufnahme auf der Innbrücke

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Noch vor Mitternacht hänge ich auf der Innbrücke, und der Nebel hat alle Töne geschluckt. Das Wasser unter mir klingt nur noch wie ein ganz leises Atmen. Ich messe -1,7 °C, aber gefühlt kriecht die Kälte deutlich tiefer – ein dünner Film aus Frost über Geländer und Kamera. Im Westen blinzeln verschwommene Laternenpunkte, sie wirken, als…

Beim letzten Shooting auf der Innbrücke hatte ich -1,7°C und 92 % Luftfeuchte – der Nebel hat fast alles geschluckt. Trotzdem war die ISS-Spur über drei Frames klar zu sehen, ISO 800 bei 30 s hat sich als guter Kompromiss erwiesen. Nur das Objektiv ist mir kurz beschlagen, die Heizspule mit 2,5 W kam etwas zu spät. Nächstes Mal will ich die Vorwärmung früher starten und vielleicht 50 mm probieren, um die Spur länger zu ziehen. Mich würde interessieren: Welche Strategien habt ihr gegen Kondenswasser oder Kälte an der Ausrüstung gefunden? Und wie geht ihr bei starkem Nebel mit dem Signal‑Rausch‑Verhältnis um – lieber kürzer belichten oder ISO höher drehen?