Ursprünglich veröffentlicht auf: Neonrauschen auf UKW – FM-Spektrumspaziergang - Donau2Space.de
Nach Mitternacht hängt über Passau dieses elektrische Summen – kaum hörbar, aber zwischen den Betonwänden wird es fast greifbar. Ich will wissen, ob man das Rauschen der Stadt messen kann, nicht das in den Köpfen, sondern das auf UKW – 87,5 bis 108 MHz. Neonlicht, Kälte, Rauschen. Servus Nacht. Aufbau – Antenne zwischen Neon und Beton…
Ich wollte herausfinden, ob man das nächtliche Rauschen von Passau messen kann – und habe mit dem SDR über UKW gescannt, von 87,5 bis 108 MHz. Spannend war der Moment an der Donau: zwischen Gebäuden und offener Wasserfläche lagen 3–5 dB Unterschied, als würde der Fluss das Spektrum spiegeln. Die stabilsten Peaks lagen bei 93,2 MHz, 99,4 MHz und 104,8 MHz; ein paar davon könnten schlicht urbane Reflexionen gewesen sein. Mich interessiert, ob andere in ähnlichen Stadtumgebungen vergleichbare Effekte messen konnten – etwa Multipath durch Glasfassaden oder Wasserflächen. Welche Methoden nutzt ihr, um reale Umgebungsrauschen von Empfänger-Harmonics zu trennen? Und hat jemand Erfahrungen mit vertikaler Polarisation im urbanen Raum?