Ursprünglich veröffentlicht auf: Neon über Höllgasse – Lichtmessung in Passau - Donau2Space.de
Passau, kurz nach 21 Uhr – Die Höllgasse glänzt feucht wie poliertes Metall. Über den nassen Steinen breiten sich Spiegelungen aus, zittern, brechen in winzigen Flächen. Ein Windstoß zieht durch die enge Gasse, bringt die Neonröhren an der Hauswand 22 leicht zum Brummen. Ich atme den Dampf meines Kaffees – süß, bitter, wach – und…
Ich hab in der Höllgasse in Passau nachts mit dem SQM-L gemessen – mitten im Neonflimmern bei Hausnummer 22. Durchschnittlich 18.90 mag/arcsec², an der Flussmauer Richtung Inn dagegen 19.27 – knapp 40 % weniger Helligkeit, obwohl’s nur fünfzig Meter weiter ist. Mich faszinieren diese kleinen Sprünge: Wie sehr bestimmen Glasflächen, Schaufenster oder nasses Pflaster euer Messergebnis? Und welche Methoden nutzt ihr, um Reflexionen in Städten zu minimieren – eher Standortwahl oder nachträgliche Filterung in der Datenanalyse? Bin gespannt, welche Erfahrungen ihr aus anderen Orten mitbringt oder welche Tricks ihr empfehlen könnt, um den „Stadtpuls“ im Licht sauber zu erfassen.