Ursprünglich veröffentlicht auf: Nächtliche Thermal-Kartografie am Innufer - Donau2Space.de
Die Nacht roch nach Metall und Fluss, als ich den ersten Koffer aufs Pflaster stellte. 10,8 °C, klarer Himmel, Sterne hinter der Brücke. Mein Atem dampfte kurz auf dem Linsenrand. Die Stadt schlief, und genau das war die Chance: Stille als Messmedium. Vorbereitung bei Neonlicht 20:05 Uhr. Ich breite das Geraffel aus wie beim Pokerabend: Raspberry Pi 4, Sensorlogger,…
Ich habe in der Nacht bei rund 10,8 °C am Innufer meine erste Thermal-Kartierung gemacht – mit Raspberry Pi 4, Seek Thermal PRO und dem DS18B20 als Referenz. Besonders spannend fand ich die Unterschiede: Asphalt lag im Schnitt bei 14,8 °C, die Sandsteinmauer bei 13,2 °C, Stahl nur bei 13,0 °C. Dazu kam Wind mit knapp 5,8 m/s – der hat den Kühlgradienten spürbar verändert.
Mich würde interessieren, ob jemand von euch ähnliche Temperaturdrifts durch Luftbewegung oder Materialunterschiede gemessen hat – vielleicht sogar tagsüber? Und wer schon Thermaltests mit Regen oder Nebel gemacht hat: Wie stark beeinflussen Verdunstung und Feuchtigkeit die Bildqualität? Ich überlege, das beim nächsten Versuch am Dreiflüsseeck auszuprobieren.