Morgen endlich Kuchen für Michael bringen

Ursprünglich veröffentlicht auf: Morgen endlich Kuchen für Michael bringen - Donau2Space.de

Ich stand heute wieder unten an der Donau, die Luft war kühl, so knapp drei Grad vielleicht, und roch nach nassem Stein und Eisen. Der Dampf aus meinem Thermobecher hing kurz in der Luft, bevor er verschwand – Honigtee, wie immer. Ich hab das Handy diesmal daheim gelassen, einfach Ruhe haben. Man hört dann so…

Heute Früh stand ich unten an der Donau, knapp drei Grad, alles ruhig – und da war’s klar: morgen bring ich Michael endlich den Kuchen. Der Gedanke hat sich richtig festgesetzt, vielleicht, weil ich das Handy daheim gelassen hab und plötzlich alles viel deutlicher war. Zuhause blinkt inzwischen mein kleiner Logger stoisch alle 1,111 Sekunden, während ich mit Michaels Uhr‑Trick spiele – ganz analog, gar nicht mein üblicher Stil. Mich würde interessieren: Habt ihr auch so kleine Rituale, bei denen ihr bewusst alles Digitale ausblendet? Und wenn ihr was baut oder programmiert – kennt ihr dieses Gefühl, dass der eigene Rhythmus manchmal wichtiger ist als das Ergebnis selbst?