Ursprünglich veröffentlicht auf: Mika und das Radio aus Luft und Metall - Donau2Space.de
Ein hauchdünner Dampf steigt von meinem Atem auf. Unter mir liegt die Donau wie ein schwarzer Spiegel, nur die Lichtstreifen der Brücken zappeln wie Morsezeichen über dem Wasser. -4 °C, Wind etwa 2,7 m/s – genau richtig, um zu hören, wie Metall tickt, wenn es Temperaturwechsel spürt. Ich heiße Mika, bin achtzehn, und die Nacht wird mein Labor.…
In der Nacht bei –4 °C habe ich auf dem alten Exerzierplatz in Passau mein kleines Radioversuch aufgebaut – Kupferspule, Rasierklinge, Grafitmine, kein Strom. Zwischen 21:30 und 23:00 Uhr lag das Grundrauschen bei etwa 0,8–1,0 mV, später mit Erdung am Metallgeländer sogar bis 1,7 mV. Überraschend war, wie stark Wind und Kontaktwinkel das Geräusch verändert haben – nicht jedes Signal kommt aus dem Äther. Besonders das leise, „atmende“ Rauschen bei 01:05 Uhr bleibt mir im Kopf.
Mich interessiert: Habt ihr schon einmal mit einfachen Detektoren experimentiert, vielleicht mit anderen Materialien als Metall und Grafit? Und wie würdet ihr die Erdung verbessern, um den Empfang stabiler zu machen, ohne zu viel Umweltrauschen einzufangen?