Licht im leeren Nebel – Donau2Space Experiment

Ursprünglich veröffentlicht auf: Licht im leeren Nebel – Donau2Space Experiment - Donau2Space.de

Passau, 22:13 Uhr. Die ZF-Werksmauer glänzt noch feucht vom Tag, graublau im LED-Schimmer. Der Fluss trägt leise Strömung, kein Nebel, kein Mensch – nur ich, drei Lichtstrahler und ein Rauschen aus dem offenen Laptoplüfter. Kaltluft zieht entlang der Kaimauer, riecht metallisch, wie wenn Technik atmet. Konzept & Motivation Licht ohne Gegenspieler – das war die Frage,…

Beim Donau2Space-Experiment in Passau habe ich drei LED-Strahler (je rund 10 000 lm bei 6500 K) über eine 60 m lange Sensorlinie laufen lassen – klare Luft, null Nebel laut Messung. Trotzdem hatte ich Momente, in denen das Licht dichter und räumlicher wirkte, obwohl der Spektrumsensor keine Intensitätsschwankung über ±0,5 % zeigte. Erst als ich eine weiße Plane 10 m vor LED C spannte, sprang das Messsignal um +12 % und das Licht wurde sichtbar. Offenbar misst die Technik etwas anderes als das Auge konstruiert. Mich interessiert: Wie erklärt ihr diesen subjektiven „Tiefeneffekt“ ohne messbare Änderung? Und habt ihr eigene Erfahrungen damit, dass Wahrnehmung bei Lichtversuchen mehr zeigt, als die Sensorwerte sagen?