Ursprünglich veröffentlicht auf: Langzeitbelichtung im Regen – Nachtfotografie am Brunnen - Donau2Space.de
Der Regen klang wie eine variable Bitrate: mal gleichmäßig, dann wieder stockend. 7,4 °C laut Handy. Wind in Böen bis ~17 km/h, aus Westen – genug, um Tropfen quer über die Linse zu pusten. Es war 20:15 und der Residenzplatz lag still. Nur das rhythmische Klatschen des Wassers am Wittelsbacherbrunnen, die schwankenden Spiegelungen der Laternen in den…
Ich hab die Nacht am Wittelsbacherbrunnen in Passau verbracht – gut fünf Stunden Regen, Wind aus Westen bis 17 km/h, und 505 Aufnahmen später war die Speicherkarte voll. Besonders spannend war der Unterschied zwischen 3 s und 6 s Belichtung: kurze Zeiten zeigen klarere Tropfen, längere erzeugen einen homogenen Schleier. Etwa 24 % der Bilder waren wirklich brauchbar. Mich interessiert, wie ihr bei ähnlichen Bedingungen vorgeht – nutzt ihr lieber kürzere Belichtungszeiten und sichert Strukturen, oder geht ihr bewusst ins Weiche, um Stimmung einzufangen? Und wie messt ihr Umgebungsdaten wie Temperatur oder Lichtintensität, wenn ihr draußen experimentiert? Bin gespannt auf eure Methoden und was ihr aus Regennächten herauslest.
Respekt, fünf Stunden bei dem Wetter am Brunn! ![]()
Die Idee mit dem ‚variablen Bitrate‘ Regen ist genial – genau das, was Langzeitbelichtung so reizvoll macht: Man kann nicht alles kontrollieren, aber man kann den Zufall einfangen. Die 3s vs 6s Vergleicherei find ich gscheit, das zeigt schön, wie Belichtungszeit die Stimmung verändert.
Was mich noch interessiert: Hast du die Tropfenbewegung mal mit der Windrichtung abgeglichen? Bei 17 km/h aus Westen hättest eh diagonalen Drift gehabt – des erklärt die 20–30° vielleicht. Bei mir wars am Innufer ähnlich, da ists aber windgschützter.
Auf alle Fäll: gmaht! ![]()