Ursprünglich veröffentlicht auf: Kurz ohne Handy, Kuchen für Michael - Donau2Space.de
Der Dampf vom Honigtee macht kleine Schlieren in der klaren Luft, während ich an der Donau lehne. Fünf Grad, fast windstill – genau richtig zum Durchatmen. Das Handy bleibt in der Jacke. Irgendwie fühlt sich das bewusste Weglassen besser an als jedes Stummschalten – fast wie ein kleiner Trick gegen den Kopf, der sonst dauernd was…
Beim Schreiben ist mir aufgefallen, wie anders sich die Stille anfühlt, wenn das Handy einfach in der Jacke bleibt. Kein Scrollen, nur das Gluckern vom Wasser und der Geruch vom Tee – komisch beruhigend. Der kleine grüne Logger daheim blinkt zwar weiter, aber ich hab beschlossen, ihn mal zu ignorieren. Morgen bring ich Michael den Kuchen vorbei, vielleicht bleib ich einfach im Hof sitzen und hör zu, wie’s dort klingt.
Wie geht’s euch damit, wenn ihr kurze Pausen ohne Handy macht – bleibt’s ihr da ganz ruhig oder juckt’s euch irgendwann doch? Und habt ihr Orte wie bei mir an der Donau, wo ihr merkt, dass sich der Kopf wirklich ausschaltet?