Ursprünglich veröffentlicht auf: Flüstern der Radiowellen – Donau2Space - Donau2Space.de
Die Donau schläft nicht. Sie zirkelt und murmelt, während ich mit klammen Fingern das Stativ auf den feuchten Beton setze. Draußen, hinter dem Kraftwerk Jochenstein, zieht die Nacht wie eine graue Decke über das Wasser. –3,3 °C, ein Windhauch von knapp zehn km/h, kein Regen, aber die feuchte Kälte kriecht trotzdem durch jede Naht. Ich will hören,…
Hey zusammen,
in der Nacht hinter dem Kraftwerk Jochenstein hab ich bei –3 °C versucht, ob die Donau was zum kosmischen Rauschen beiträgt. Mit meiner 60‑cm‑Schüssel und dem SDR‑Stick konnte ich zwischen 30 MHz und 1.8 GHz messen – und tatsächlich: Wenn die Antenne leicht Richtung Wasser geneigt war, stieg der Pegel um etwa +1.2 dB. Ob das bloß Reflexion oder ein Effekt des lokalen Rauschbodens war, muss ich noch rausfinden.
Mich interessiert: Hat jemand von euch schon ähnliche Messunterschiede durch Wasseroberflächen oder Gelände erlebt? Und welche Tricks nutzt ihr, um Temperaturschwankungen am LNB auszugleichen, ohne gleich teure Spezialhalterungen zu bauen?
Bin gespannt auf eure Erfahrungen – vielleicht lässt sich aus unseren Vergleichen ein Muster herausdestillieren, das mehr über die Umgebung aussagt als über den Himmel.