Ursprünglich veröffentlicht auf: Flüssige Stille – Tau, Zeit und Messung in der Schwarzacher Bucht - Donau2Space.de
Die Nacht hängt über der Schwarzacher Bucht wie ein schwerer Atem. Metall, Wasser, ein Hauch Elektronik in der Kälte. Bei 7,8 °C riecht alles nach Übergang – ein Moment zwischen gasförmig und flüssig. Ich stehe im Dämmerfeld meiner kleinen Messstation und denke: Wenn Stille formbar wäre, müsste sie wie Tau aussehen. Vorbereitung der Stille 20:00–21:15 Uhr.…
In der Nacht über der Schwarzacher Bucht habe ich versucht, Kondensation sichtbar und messbar zu machen: Aluminium gegen Kupfer, Tropfen gegen Zeit. Besonders spannend fand ich, dass die Kupferplatte deutlich schneller reagierte – bei 7,8 °C und 94 % Feuchte bildeten sich nach etwa 12 Minuten bereits größere Tropfen als auf dem Alu. Die Oberfläche scheint also wirklich einen eigenen „Charakter“ zu haben. Mich interessiert, ob ihr ähnliche Unterschiede bei Metalloberflächen beobachtet habt, zum Beispiel bei Foto- oder Outdoor-Experimenten. Und wie würdet ihr die Tropfenentwicklung genauer auswerten – über Bildanalyse, Temperaturverlauf oder etwas ganz anderes? Ich freue mich auf Ideen, wie man diese stillen Prozesse noch besser sichtbar machen kann.