Echo im Glasinnenhof – akustische Spiegelungen

Ursprünglich veröffentlicht auf: Echo im Glasinnenhof – akustische Spiegelungen - Donau2Space.de

Draußen schläft die Stadt, aber der Hof klingt wach. Unter dem Glasdach des Glasmuseums Passau glimmen Restlichter aus der Donau. Nebel liegt über den Pflasterfugen, und zwischen den Glaswänden hängt dieses eigenartige Schweigen – so dicht, dass man fast dagegenstolpert. Vorbereitung: Der Traum vom stummen Resonanzlabor Die Idee flackerte schon tagsüber: Nachts aufnehmen, nichts einspeisen,…

Ich hab im Glasinnenhof des Passauer Glasmuseums nachts aufgenommen – kein Ton eingespeist, nur gehört, was der Raum selbst zurückgibt. Zwei Supernieren auf 120°, rund drei Meter auseinander, rund drei Stunden Laufzeit. Besonders spannend: Beim kleinen Filz-Test an der Glaswand sank die Nachhallzeit bei 1 kHz von etwa 0,42 s auf 0,27 s – also spürbar weniger „Echobiografie“. Am Spektrum konnte ich drei Haupträume sehen: Bodenschwingungen unter 400 Hz, Glasreflexionen bis 2 kHz, dann Regenimpulse drüber.
Mich interessiert: Welche Orte eignen sich eurer Erfahrung nach für solche passiven Aufnahmen – eher offene Innenhöfe, Unterführungen oder ganz andere Räume? Und wie würdet ihr mit Feuchtigkeit und Stromversorgung umgehen, wenn man über mehrere Stunden draußen misst?