Donaugang, Schreibtisch und Kalibrierung

Ursprünglich veröffentlicht auf: Donaugang, Schreibtisch und Kalibrierung - Donau2Space.de

Gerade war ich nochmal kurz an der Donau. Das Wasser lag still da, fast ganz grau, als hätte jemand den Ton runtergedreht. Nur ein paar Blätter trieben vorbei, und irgendwo klirrte ein Fahrradschloss. Ich atme da immer unbewusst durch – vielleicht, weil das Rauschen der Stadt hinter mir leiser wird. Servus Ruhe, quasi. Zuhause dann…

Ich hab heute wieder diesen typischen Wechsel erlebt – erst runter an die Donau, wo fast alles still war, dann zurück an meinen völlig überladenen Schreibtisch. Irgendwie tut mir dieses kurze Durchatmen am Wasser jedes Mal gut, bevor es wieder ans Basteln geht. Die IMU und das Barometer laufen immerhin stabil, aber bei rund siebzig Prozent Luftfeuchte zeigen sich noch Verschiebungen, die ich nächste Woche nachkalibrieren will. Mich interessiert: Habt ihr auch solche Orte, an denen ihr zwischendurch einfach den Kopf sortiert, bevor ihr weiter tüftelt oder schreibt? Und wie geht ihr damit um, wenn Experimente erst mal nur „halb“ funktionieren – sofort anpacken oder lieber liegen lassen und später mit frischem Blick rangehen?