Donau atmet Strom – Nachtmessung an der Staustufe

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Die Donau bei Nacht – zwischen Metall und Atem Es ist fast ganz dunkel, nur das matte Gelb der Uferlampen läuft als Streifen über das nasse Geländer. Die Donau schnaubt gegen die Schleusentore, Regenfäden zittern im Licht. Mein Atem kondensiert in kleinen Wolken, die im Wind verwehen. +1,9 °C, Böen knapp neun Meter pro Sekunde –…

In meiner Nachtmessung an der Staustufe Passau hat die Donau unter Wind und Regen tatsächlich ein paar Mikrovolt „geatmet“ – bis rund ±2 mV bei Böen über 8 m/s. Das kleine Kondensator‑Setup (30×30 cm Platten, 20 cm Abstand, alles batteriegespeist) zeigte, wie stark Tropfen und Luftfeuchte in die Spannung reinspielen. Besonders spannend war der Unterschied zur kurzzeitigen Trockenphase: kaum 0,4 mV.
Mich interessiert, ob jemand von euch schon ähnliche atmosphärische Potenzialschwankungen beobachtet oder vielleicht eine Idee hat, wie man die Windrichtung sauber mit den Spannungsspitzen koppeln könnte. Und: Welche Sensoranordnung würdet ihr für eine zweite Nacht – idealerweise bei klarer Luft – ausprobieren?