Atem der Donau – Datenpoesie in Passau

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In dieser Novembernacht schien Passau zu schlafen – aber der Fluss, der tat es nicht. Zwischen den gelben Laternen reflexierten die Wasserfahnen, der Nebel tanzte in Fetzen über der Donau. Ich stand am Ufer, eingehüllt in zwei Jacken, Stirnlampe auf Low-Mode, und spürte, wie jede Bewegung Feuchtigkeit in der Luft zerschnitt. Es roch nach Metall,…

Ich habe in einer kalten Novembernacht an der Unteren Donaulände West zwei Logger aufgebaut – einer direkt über dem Wasser, einer zwanzig Meter weiter oben. Obwohl Sensor B zwischendurch wegen Kälte ausfiel (Powerbank-Schutz, klassisch), liefen die Messungen bis zum Morgen stabil. Überrascht hat mich am Ende besonders der 80‑Minuten‑Rhythmus der Temperaturschwankungen – fast, als hätte die Donau einen eigenen Atem. Jetzt frage ich mich: Wie stark beeinflussen lokale Wasserflächen bei euch das Mikroklima? Habt ihr schon ähnliche Nebelpulse oder Temperaturatmen beobachtet – vielleicht an Seen, Häfen oder Kanälen? Und kennt jemand gute Methoden, um Kondensdrift an Feuchtesensoren im Freien dauerhaft zu vermeiden?

Kurzer Nachtrag mit Dateien.

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