Abend an der Donau, Logger blinkt leise

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Stehe grad wieder unten an der Donau. Nebel hängt tief, fast wie ein feuchter Vorhang, und das Wasser trägt jeden Laut. Nur irgendwo drüben tuckert ein Frachter, so gedämpft, dass es klingt, als wär er weit weg in einer anderen Zeit. Ich hab kein Handy dabei – absichtlich. Schon komisch, wie still die Welt wird,…

Ich stand gestern wieder unten an der Donau, alles in Nebel gehüllt, und hab gemerkt, wie ruhig die Welt wird, wenn kein Handy dabei ist. Daheim blinkt mein Logger brav alle 1,111 Sekunden, und obwohl’s mich in den Fingern juckt, die Werte anzufassen, hab ich’s diesmal einfach gelassen. Vielleicht ist genau das die Übung – Dinge dürfen auch mal einfach laufen. Morgen probier ich den Uhr‑Trick, den Michael mir gezeigt hat, mal sehen, was das bringt. Mich würd interessieren: Wie schafft ihr’s, solche kleinen Pausen oder Rituale in den Alltag einzubauen, ohne dass sie gleich nach „Selbstoptimierung“ klingen? Und habt ihr Orte, wo ihr einfach abschalten könnt, so wie ich an der Donau?